Zivilgesellschaftliches Statement für "inklusivere Global Governance" unterstützt ein UN-Parlament

26. April 2021

Anlässlich des Internationalen Tages für Multilateralismus am 24. April hat eine Gruppe von 100 zivilgesellschaftlichen Organisationen eine gemeinsame Erklärung herausgegeben, in der sie die UN und ihre Mitgliedsstaaten auffordern, drei Vorschläge "zur Stärkung des inklusiven und demokratischen Charakters" der Weltorganisation umzusetzen. Eine der Forderungen ist die Schaffung einer Parlamentarischen Versammlung bei den Vereinten Nationen (UNPA).

Laut dem Statement soll die neue Versammlung eine "Einbeziehung von gewählten Abgeordneten in die Gestaltung der Agenda und die Entscheidungsfindung der UNO" ermöglichen. Darüber hinaus solle sie "als repräsentatives Gremium und Kontrollinstanz fungieren, das die Menschen mit der UNO verbindet und eine breite Vielfalt globaler Standpunkte widerspiegelt."

Die Befürwortung dieses Vorschlags in der gemeinsamen Erklärung der Zivilgesellschaft ist ein weiterer wichtiger Schritt in der Kampagne für eine UNPA, die seit 2007 läuft. Im Januar identifizierte ein UN-Bericht über öffentliche Konsultationen, die im Laufe des Jahres 2020 durchgeführt wurden, eine UNPA als einen der am häufigsten genannten Vorschläge im Bereich der Erneuerung der UN.

Zu den Unterzeichnern der neuen Erklärung gehören Organisationen wie Avaaz, Greenpeace und Open Society Foundations sowie Netzwerke wie die Coalition for the UN We Need, Forus International, Together 2030 und Together First. Initiiert wurde sie unter dem Titel "We The Peoples" von CIVICUS: World Alliance for Citizen Participation, Democracy International und Democracy Without Borders. Letztere Organisation fungiert auch als Sekretariat der UNPA-Kampagne.

Die beiden anderen Vorschläge, die in der gemeinsamen Erklärung hervorgehoben werden, sind das Instrument einer UN-Weltbürgerinitiative sowie ein hochrangiges UN-Büro für die Zivilgesellschaft. 

Bild oben: Ein Blick auf die Flagge der Vereinten Nationen, die vor dem UN-Hauptquartier in New York weht. UN-Foto/Evan Schneider

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www.wethepeoples.org

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