UN Parliament discussed at event at Argentine Council on Foreign Relations

The establishment of a world parliament was discussed at the Argentine Council on International Relations, CARI, last week. The speakers of the meeting were Andreas Bummel, global coordinator of the Campaign for a UN Parliamentary Assembly

During the event
Image: CARI Young Group

who participated from Germany via teleconference, and - present at CARI - professor Fernando Iglesias, formerly a member of parliament and co-chair of the campaign, as well as former Argentina ambassador Raúl Ricardes. The panel was moderated by Luis Masi from CARI's Young Group and a member of the NGO Democracia Global. With over 40 participants the auditorium in the city of Buenos Aires was filled.

Mr. Bummel introduced the debate by outlining the history of the Campaign for a UN Parliamentary Assembly and the most important arguments for the creation of a parliamentary body at the UN as a response to the global democratic deficit. He noted that the world is entering the third democratic transformation in history. The first transformation occured when democracy first emerged in Greek city-states around 400 B.C. The second introduced the principle of democratic representation in large territorial states in the course of the American and French revolutions. Now, in the process of globalization, the next step would be to expand democracy to the global scale. Mr. Bummel argued that the creation of a global legislative body representing the world's citizens was an indispensable step for this.

Mr. Iglesias gave an overview of the apparent contradictions between globalization and the democratic process, noting that democracy was lagging behind and needed to advance to the global scale. Offering a perspective of global political integration, he highlighted the federalist concept introduced by the United States Constitution and the concept of subsidiarity as used today in all national political systems, but not globally. He ended his presentation by stressing that "global problems need global institutional solutions."

Ambassador Raul Ricardes began his presentation with a brief review of the political history of integration processes, noting that regional integration was made possible by decolonization processes. He then focused on the United Nations and its decision-making processes, stressing the importance of the veto right of the permanent members of the Security Council since this was the precondition for collective action supported by the great powers. As an example for a failed attempt Mr. Ricardes referred to the League of Nations and its Council. He concluded with an analysis of the proposal for a UN Parliamentary Assembly, noting that the body would have to be a subsidiary organ of the General Assembly since it was "very hard, if not impossible" to achieve Charter reform. Mr. Ricardes closed his presentation by wondering how decisions of a parliamentary assembly could be enforced, paving the way for a heated discussion between the speakers and questions from the audience.

The event was organized by CARI's Young Group on the occasion of the third Global Week of Action for a World Parliament that was celebrated from 15-25 October. CARI in Argentina is considered one of the most prestigous think tanks on international affairs in Latin-America.

UN-Parlament sollte Implementierung der neuen Entwicklungsziele beaufsichtigen

Stellungnahme der Kampagne zum UN-Gipfel der nachhaltigen Entwicklung

Anlässlich des New Yorker Gipfeltreffens der Vereinten Nationen zur Verabschiedung der Post-2015 Entwicklungsagenda hat die Kampagne für ein Parlament bei der UNO dazu aufgerufen stärkere Mechanismen zu etablieren, „um das Momentum zu erhalten und die notwendige Aufsicht und Rechenschaft
über die Implementierung der neuen Post-2015 Entwicklungsagenda zu gewährleisten.” Insbesondere die Arbeit des neuen hochrangigen politischen Forums für nachhaltige Entwicklung solle durch ein parlamentarisches Organ ergänzt werden.

Bild: UN

Ein Repräsentant der Kampagne, Fergus Watt aus Kanada, erklärte, dass es „in den kommenden Jahren wichtiger werden könnte, dass das UN-System effektivere politische Mittel hat, um Rechenschaft in der Erfüllung der nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs) zu fordern. Obwohl die SDGs ein deutlich verbessertes Entwicklungsrahmenwerk für die internationale Gemeinschaft darstellen, wird erst mit der Zeit klar werden, ob Regierungen bereit sind ihren Verpflichtungen nachzukommen. Eine parlamentarische Versammlung bei der UN würde ein wichtiges Werkzeug sein, um Rechenschaft zu fördern und die Entwicklungen im Rampenlicht der Öffentlichkeit zu halten.“

Die Kampagne für ein Parlament bei der UNO argumentiert, dass innerhalb des UN Systems die Schaffung eines parlamentarischen Organs mit Bürgerrepräsentanten aus dem Kreis nationaler und regionaler Parlamente „ein starker Mechanismus wäre, um größere Rechenschaft und demokratische Legitimität in der globalen Governance zu gewährleisten.“

Bei der Verfolgung der Post-2015 Ziele würde eine solche parlamentarische Versammlung bei der UN die „Aktivitäten und Entscheidungen des UN Systems breiter bekannt, transparenter und reaktionsfähiger gegenüber den Bedürfnissen der Bürger der Welt machen. Durch ihre Anhörungen, Studien, Debatten, Komitees und andere Aufsichtsfunktionen würde die Versammlung in der Lage sein, die Einbeziehung der verschiedenen Interessensgruppen auf UN-Ebene zu stärken.“

Bis dato wurde der international Aufruf der Kampagne für eine parlamentarische Versammlung bei den Vereinten Nationen von über 1.400 Parlamentariern, über 400 NGOs und über 5.000 Individuen unterstützt (inklusive ehemaligen Staats- und Regierungschefs, Außenministern und dem ehemaligen UN Generalsekretär Boutros Boutros-Ghali).

Lesen Sie die Stellungnahme der Kampagne

Schwedische UN-Gesellschaft für eine Parlamentarische Versammlung

Schwedische UN-Gesellschaft für Parlamentarische Versammlung bei den Vereinten Nationen

Während einer Jahresversammlung vom 13. bis 14. Juni hat die schwedische UN-Gesellschaft den Beschluss gefasst, den „Vorschlag, ein demokratisches UN-Parlament einzurichten und schrittweise weiterzuentwickeln“, zu unterstützen. Der Beschuss nimmt Bezug auf den Aufruf der internationalen Kampagne für eine parlamentarische Versammlung bei den Vereinten Nationen, UNPA. Die schwedische UN-Gesellschaft

Aleksander Gabelic
Bild: Jesper Prytz

ist die landesweite Dachorganisation für ungefähr 130 zivilgesellschaftliche Organisationen und wird außerdem von rund 7000 individuellen Mitgliedern in über 100 Ortsgruppen unterstützt.

Nach der Vollversammlung in Göteborg kommentierte der Vorsitzende der schwedischen UN-Gesellschaft, Aleksander Gabelic, ein ehemaliges Mitglied des schwedischen Parlaments: „Die schwedische UN-Gesellschaft fordert eine stärkere Rolle für die globale Zivilgesellschaft und Nichtregierungsorganisationen im UN-System. Deswegen unterstützen wir auch die Einrichtung und die schrittweise Weiterentwicklung eines demokratischen UN-Parlaments.“

Der schwedische Koordinator der internationalen Kampagne für eine UNPA, Petter Ölmunger, begrüßte die Entscheidung als „einen wichtigen Schritt für die Bemühungen, die Unterstützung für ein Weltparlament innerhalb der schwedischen Gesellschaft auszubauen und zu stärken“. Ölmunger, selbst aktives Mitglied der schwedischen UN-Gesellschaft, sagt weiter: „Die UN sollten ein Vorbild für Demokratie in der Welt sein. Nur auf diese Weise kann die Organisation zu der rechtmäßigen und effektiven Organisation werden, die wir brauchen, um den großen globalen Herausforderungen unserer Zeit zu begegnen. Ich habe mich sehr darüber

Petter Ölmunger
Bild: Jesper Prytz

gefreut, zu sehen, dass die schwedische UN-Gesellschaft und ihre nationale Vollversammlung diese Überzeugung teilen.“

Während eines Kongresses in Buenos Aires hatte der Weltbund der UN-Gesellschaften (WFUNA) 2006 eine Resolution verabschiedet, die die Einrichtung einer parlamentarischen Versammlung bei den Vereinten Nationen fordert.

Wachsende Unterstützung in Schweden

Im Laufe dieses Jahres ist die Anzahl schwedischer Parlamentsabgeordneter, die die Einrichtung eines UN-Parlaments befürworten, auf 38 angestiegen. Ölmunger erklärte, dass dies mehr als 10 Prozent der insgesamt 349 Abgeordneten des schwedischen Parlamentes entspricht. Darüber hinaus zählen vier schwedische Europaparlamentsabgeordnete und drei Minister der amtierenden schwedischen Regierung zu den Unterstützern.

Am 20. Oktober 2015 wird die UNPA-Kampagne und das schwedische Netzwerk für globale Demokratie zwei Seminare in Stockholm veranstalten, um die Notwendigkeit eines Weltparlamentes für den Umgang mit dem globalen Klimawandel und der Umweltkrise zu diskutieren. Eines dieser Seminare wird in den Räumen des schwedischen Parlaments stattfinden und von Parlamentsabgeordneten fünf verschiedener Parteien ausgerichtet werden.

Weitere Informationen

Homepage des schwedischen Netzwerkes für globale Demokratie „Global demokrati“

Oberes Bild: Kongress der schwedischen UN-Gesellschaft in Göteborg, facebook.com/FNBlekinge

Globale Kommission empfiehlt Parlament zur Überwindung des UN-Demokratiedefizits

Bericht der Kommission für globale Sicherheit, Gerechtigkeit und Governance in Den Haag veröffentlicht

Als Bestandteil der Erneuerung der Vereinten Nationen hat der am Dienstag veröffentlichte Bericht der Kommission für globale Sicherheit, Gerechtigkeit und Governance im Friedenspalast in Den

Die Vorsitzenden der Kommission in Den Haag: Madeleine Albright (ehemalige U.S.-Außenministerin) und Ibrahim Gambari (ehemaliger nigerianischer Außenminister)
Bild: globalsecurityjusticegovernance.org

Haag die Einrichtung eines „parlamentarischen UN-Netzwerkes“ empfohlen. Unter dem Titel „Der globalen Regierungskrise entgegentreten“ erklärt der Bericht, dass ein solches parlamentarisches Organ eine „pragmatische Annäherung an die Stärkung der Beziehung zwischen UN und Bürgern sowie an die Überwindung der demokratischen Defizite der Weltorganisation“ darstellen würde.

Der Bericht erläutert, dass dieses parlamentarische Netzwerk durch die UN-Generalversammlung gemäß Artikel 22 der UN-Charta eingerichtet werden könnte. „Es würde Abgeordnete, die von den nationalen Parlamenten gewählt würden, zur Diskussion und Beratung von solchen Anliegen zusammenbringen, die die Weltbevölkerung betreffen“, so der Bericht weiter. Die Einrichtung dieses Organs wird als „entscheidender Schritt, der unmittelbar umgesetzt werden kann“ verstanden und steht in Ergänzung zu langfristigen Bemühungen, eine “stehende, formal konstituierte zweite Kammer der UN“ zu gründen. Die Kommission macht deutlich, dass das parlamentarische Netzwerk sich auf „die UN-Governance als solche, sowie die verbesserte Ermöglichung von rechenschaftspflichtigen und inklusiven Entscheidungsprozessen auf globaler Ebene“ konzentrieren würde.

Der Bericht und die wichtigsten Erkenntnisse der Kommission wurden von deren Vorsitzenden, der ehemaligen US-Außenministerin Madeleine Albright und dem ehemaligen nigerianischen Außenminister und UN-Sekretär für politische Angelegenheiten Ibrahim Gambari, vorgestellt. Laut Albright erfordert die Welt „leistungsfähigere Werkzeuge für globale Governance, mit unterschiedlichen Einrichtungen öffentlicher, privater und gemischter Art, angelegt auf die Herausforderung des 21. Jahrhunderts.“

Die Empfehlungen, die während der Präsentation hervorgehoben wurden, umfassen die Bildung einer „UN-Kapazitäten der nächsten Generation für Konfliktlösung und Friedensarbeit“, die Stärkung der Verantwortung für „Prävention, Schutz und Wiederaufbau“, sowie die Innovation der Klima-Governance. Herausgehoben wurden ferner die Verbesserung der institutionellen Koordination der G20, der UN, und der Bretton-Woods-Institutionen, die Erweiterung des UN-Sicherheitsrats, die Einschränkung der Anwendung des Vetorechts im Sicherheitsrat, sowie die Stärkung des Internationalen Gerichtshofs.

Die internationale Kampagne für die Einrichtung eines UN-Parlaments, ein informelles Netzwerk von Parlamentariern und zivilgesellschaftlichen Organisationen, lobte die Unterstützung eines parlamentarischen UN-Netzwerkes durch die Kommission. „Siebzig Jahre nach Gründung der UN ist es nun höchste Zeit für ein offizielles UN-Organ, das gewählten Repräsentanten die Möglichkeit gibt, in die Angelegenheiten der Weltorganisation einbezogen zu werden“, so Andreas Bummel, Koordinator der Kampagne.

Weitere Informationen

Link zum Download des vollständigen Berichts sowie Zusammenfassungen

Oberes Bild: Veröffentlichung des Berichtes im Friedenspalast, globalsecurityjusticegovernance.org

Former lawmakers from across Europe support a UN Parliamentary Assembly

At a meeting in the European Parliament in Brussels former lawmakers from across Europe adopted a declaration on "the challenges of democracy in the age of globalization."

Delegates from 15 countries who represented the members of the European Association of Former Parliamentarians of the member states of the Council of Europe (FP-AP) proposed, among other things,

that States support the creation of a Parliamentary Assembly of the United Nations e.g. supervising the major financial institutions, IMF and World Bank, so as to promote progress of world governance along a democratic track. There must be a clear and transparent monitoring of the role played by the WTO.

The meeting was held on 13 November 2014.

Website of the FP-AP

Katalanische Regierung befürwortet ein UN-Parlament

Nach Resolution im katalanischen Parlament verkünden Vertreter der Regierung ihre offizielle Unterstützung

Die Regierung der autonomen spanischen Gemeinschaft Katalonien unterstützt die internationale Kampagne zur Errichtung einer parlamentarischen Versammlung bei den Vereinten Nationen. In einer offiziellen Zeremonie unterzeichneten Roger Albinyana, der katalanische Minister für Außenpolitik und Angelegenheiten der EU, und Manuel Manonelles,

Manuel Manonelles, katalanischer Generaldirektor, und Roger Albinyana, katalanischer Minister, mit dem spanischen Repräsentanten der Kampagne Joan Marc Simon (von links nach rechts)
Image: WDGpa

Generaldirektor für multilaterale und europäische Angelegenheiten, ein entsprechendes Dokument, das die Unterstützung der Regierung offiziell bestätigt.

Die Befürwortung folgt auf die Annahme einer Resolution durch das katalanische Parlament am 26. September letzten Jahres. Darin wird die Regierung der autonomen Gemeinschaft aufgefordert, die internationalen Bestrebungen zu unterstützen. Darüber hinaus möge sich die Regierung sowohl auf Ebene der EU als auch im Rahmen ihres internationalen Engagements für ein UN-Parlament einsetzen.

Der Zeremonie in Barcelona am 3. Februar wohnte auch der spanische Repräsentant der Kampagne, Joan Marc Simon, bei. „Wir hoffen jetzt, das Thema auf die Staatsebene bringen zu können und die spanische Regierung davon zu überzeugen, dem Anliegen von supranationaler Demokratie mit offenen Armen zu begegnen“, kommentiert Simon.

Der Internationale Aufruf für eine parlamentarische Versammlung bei den Vereinten Nationen wird bisher unter anderem von mehr als 1400 amtierenden und ehemaligen Parlamentsabgeordneten aus über 100 Ländern unterstützt. Vor vier Jahren hat das Europäische Parlament eine unterstützende Resolution verabschiedet. Anfang März wurde ein Resolutionsentwurf im isländischen Parlament eingebracht.

Das katalanische Parlament ist das zweite subnationale, regionale Parlament, das offiziell ein UN-Parlament unterstützt. Im Jahr 2012 drückte der Kongress des mexikanischen Bundesstaates Jalisco ebenfalls seine Unterstützung aus.

Weitere Informationen

26. März 2014: Regionalparlament von Katalonien berät über Parlamentarische Versammlung bei der UNO

31. Oktober 2012: Kongress des Staates Jalisco unterstützt internationalen Aufruf für ein UNO-Parlament

Oberes Bild: Das katalanische Parlament in Barcelona, barcelonaturisme.com

Islands Parlament wird mögliche Unterstützung für ein UN-Parlament diskutieren

Entsprechender Resolutionsentwurf im Alþingi eingebracht

Das isländische Parlament (Alþingi) wird sich mit der Einrichtung einer parlamentarischen Versammlung bei den Vereinten Nationen auseinandersetzen. Eine Resolution zur Unterstützung der Einrichtung eines solchen neuen UN-Organs mit gewählten Abgeordneten wurde Anfang März von dem ehemaligen Innenminister Ögmundur Jónasson in das Parlament eingebracht.

Ögmundur Jónasson
 

Falls der Resolutionsentwurf angenommen würde, wäre die isländische Regierung aufgefordert, den Vorschlag den Vereinten Nationen und dessen Generalsekretär vorzulegen.

Laut Jónasson „liegt es im Interesse aller Nationen, kleiner und großer gleichermaßen, zu bewirken, dass die UN im größerem Ausmaß demokratisch arbeiten. Staaten, vor allem große und einflussreiche Staaten, mögen dem Widerstand leisten, aber die Bevölkerung will, dass ihre Stimme gehört wird. Deswegen glaube ich, dass in den kommenden Jahren die Unterstützung in der Bevölkerung für die Errichtung einer parlamentarischen Versammlung bei den Vereinten Nationen wachsen wird. Mein Resolutionsvorschlag im isländischen Parlament ist ein Beitrag in der Anstrengung die Vereinten Nationen zu demokratisieren.“

Der Internationale Aufruf für ein UN-Parlament wird bisher unter anderem von mehr als 1400 amtierenden und ehemaligen Parlamentsabgeordneten aus über 100 Ländern unterstützt. Vor vier Jahren hat das Europäische Parlament eine unterstützende Resolution verabschiedet.

Das isländische Parlament hat noch nicht entschieden, wann die Diskussionsvorlage debattiert werden soll.

Oberes Bild: Mark Turner, Flickr, CC BY-NC-SA 2.0

Bipartisan Support for a UN Parliamentary Assembly Emerges in the United States

Over the past several months, the Campaign for a UN Parliamentary Assembly has gained momentum among former members of the United States Congress. Recent endorsers include former members of the House of Representatives Patricia Schroeder, Donald M. Fraser, John B. Anderson, and William Frenzel. In addition, former Senators Adlai Stevenson and Paul Findley are endorsing the Campaign.

Former U.S. Congresswomen Patricia Schroeder

Former U.S. Congresswomen Patricia Schroeder

The new endorsers join Benjamin Cardin, current U.S. Senator from Maryland. Senator Cardin is the first sitting U.S. parliamentarian to endorse the establishment of a UN Parliamentary Assembly. To date, over 700 sitting members of parliament from more than 100 countries are on record as supporters in addition to another 700 former parliamentarians.

Congresswoman Patricia Schroeder, the second youngest woman to serve in United States Congress, had this to say about a UN Parliamentary Assembly:

Without a global parliament, a democratic deficit exists in the way that the world's citizens are involved in global matters. Through elected representatives, a United Nations Parliamentary Assembly would resonate with the global population, providing it with a voice for presenting sensitive issues, to include addressing human rights violations, tackling corruption in governments and international administrations, and promoting democratic rights at all levels.

Congresswoman Schroeder’s endorsement for the Campaign is no surprise as she is a signatory of Paul Kurtz’s Neo-Humanist Manifesto, which likewise called for “[t]ransnational institutions will need to adopt a body of laws which will apply worldwide” and would “allow a maximum of decentralized local and regional governance.” The Campaign is very pleased to secure her support.

The above endorsements split the “political aisle” in the United States.  The endorsers served as as parliamentarians from both the Republican and Democratic political parties.  This reflects the Campaign’s non-partisan appealand its ability to transcend the otherwise divisive nature of politics. It also represents great optimism for the future of the Campaign and the establishment of a UNPA.

The Campaign is working with Citizens for Global Solutions to increase awareness of its message in the United States.  Support was recently on display in cities such as San Francisco, Cambridge, Cincinnati and others across the country during last month’s 2nd Annual Global Week of Action. CGS produced a very useful guide for supporters, which is still available here.  Photographs from supporters in the United States and around the world can be found here at Flickr.

NGO in Ruanda fordert ein UN-Parlament als „Instrument zur Prävention von Genozid“

Veranstaltungen in Kigali / 20. Jahrestag des Genozids in Ruanda von 1994

Anlässlich des 20. Jahrestages des Genozids in Ruanda hat eine neu gegründete zivilgesellschaftliche Organisation in Ruanda, das Citizen Development Network (CDN), eine Parlamentarische Versammlung bei der UNO gefordert und betrachtet diese als ein „Instrument zur Prävention von Völkermord“.

Der Vorsitzende der Organisation, Christophe Hategekimana, führte

CDN-Präsident Christophe Hategekimana
Bild: CDN

auf einer Veranstaltung in Kigali aus, dass „obwohl bereits Schritte getan wurden, um aus den Lehren der Genozids in Ruanda zu lernen, Straffreiheit zu bekämpfen und die internationale Maxime der Souveränität durch eine der Verantwortlichkeit zu ersetzen, wäre es für die UN entscheidend, die Bürger der Welt durch eine neu gegründete Parlamentarische Versammlung bei der UNO einzubinden, um so das Versprechen des Nie wieder einhalten zu können. Die Bürger sollten das Recht haben, nicht nur national, sondern auch global, bei den Vereinten Nationen, demokratisch repräsentiert zu sein.“

CDN wurde am 26. Oktober während einer Veranstaltung an der National University of Rwanda gegründet. Im Anschluss wurden das Genozidmahnmahl von Gisozi in Kigali und Weisen des Genozids besucht. Als Beitrag zur zweiten globalen Aktionswoche für ein Weltparlament, die weltweit vom 17. bis zum 26. Oktober durchgeführt wurde, trafen sich Aktivisten von CDN außerdem vor dem Parlament in Kigali und forderten ein „Weltparlament jetzt!“

„Als Stimme der Bürger könnten Mitglieder der Parlamentarischen Versammlung der UNO als Watchdog für Frühwarnsignale dienen,“ erklärte Hategekimana. „Im Falle eines Genozids könnte dieses Parlament die globale öffentliche Meinung kanalisieren und darauf hinwirken, die internationale Gemeinschaft zu einer Einhaltung ihrer Schutzverantwortung zu drängen. Hätte es bereits 1994 ein Weltparlament gegeben, wäre es treibende Kraft gewesen, um Unterstützung für eine Intervention in Ruanda zu mobilisieren.“

Führende ehemalige UN-Beamte, wie der ehemalige Generalsekretär Boutros Boutros-Ghali oder der ehemalige UNAMIR-Kommandant Roméo Dallaire, die Zeugen des Versagens der UN während des Genozids in Ruanda waren, haben ebenfalls den internationalen Aufruf für eine Parlamentarische Versammlung bei der UNO unterstützt.

Oberes Bild: Mitglieder des CDN versammeln sich vor dem Parlament in Kigali, CDN

Ruf nach einem Weltparlament bei zweiter Globaler Aktionswoche bekräftigt

Die zweite Globale Aktionswoche für ein Weltparlament mobilisiert Bürger an über 40 Orten weltweit

In der Zeit vom 17. bis 26. Oktober wurde bei Veranstaltungen und Aktionen rund um den Globus die Forderung nach einem demokratisch gewählten globalen Parlament als zentrale Forderung der zweiten Globalen Aktionswoche für ein Weltparlament erhoben. Im Aufruf zur Aktionswoche

heißt es, dass sich Menschen aus aller Welt bei globalen Entscheidungsprozessen nicht angemessen vertreten fühlen: „Die Bürger dieser Welt haben wenig Einfluss auf Entscheidungen, die bei Institutionen wie UNO, IWF, WTO, Weltbank, G20 oder G8 getroffen werden.“ Weiterhin besagt das Dokument, dass die Regierungen, die in diesen Organen vertreten sind, „oft unter starkem Einfluss von Lobbyisten globaler Korporationen stehen.“ Ein gewähltes Weltparlament hingegen „ wäre ein Instrument, das Lösungen finden und umsetzen würde, die demokratisch und verantwortungsvoll sind und dem Wohl der gesamten Menschheit dienen.“

Um diese Forderung zu unterstreichen kamen Bürger an über 40 Orten auf der ganzen Welt zusammen um im öffentlichen Raum Plakate mit dem Motto der Aktionswoche „World Parliament Now!“ (Weltparlament jetzt) hochzuhalten. Podiumsdiskussionen zu diesem Thema fanden in Buenos Aires (Argentinien), Berlin (Deutschland), Rajkot (Indien), Verona (Italien), Kigali (Ruanda) und Göteborg (Schweden) statt. Bei der Veranstaltung in Berlin sagte der globale Koordinator für die internationale Kampagne für eine Parlamentarische Versammlung bei der UNO, Andreas Bummel, dass es höchste Zeit wäre zu konstatieren, dass „Global Governance nicht funktioniert“. „Es funktioniert nicht, weil es nicht rechtzeitig die Resultate produziert, die für die Sicherstellung eines würdigen Lebens für jeden Menschen und für den Übergang zu einer nachhaltigen globalen Zivilisation nötig wären. Diese Probleme sind dabei miteinander verbunden,“ führte er fort.

„Es war eine erfolgreiche Aktionswoche mit wichtigen Veranstaltungen und starken Fotos rund um den Globus. Stück für Stück wird unser Anliegen in der Öffentlichkeit präsenter. Und nächstes Jahr werden sogar noch mehr Menschen mitmachen bei unserem weltweiten Ruf nach globaler Demokratie, Weltfrieden und Gerechtigkeit,“ fügte der Koordinator der Aktionswoche, Petter Ölmunger, hinzu.

Weitere Informationen

Globale Aktionswoche für ein Weltparlament

Oberes Bild: Teilnehmer der Veranstaltung in Göteburg in Schweden