Das Panafrikanische Parlament betont die Bedeutung einer Parlamentarischen Versammlung bei den Vereinten Nationen in den Bemühungen um eine Verbesserung der Effizienz, der Transparenz und des demokratischen Charakters der UN sowie der internationaler Kooperation im Allgemeinen. Es merkt an, dass die Versammlung in einem ersten Schritt aus nationalen Parlamentariern bestehen könnte, die Mitglieder aber eines Tages aus Direktwahlen hervorgehen sollten.
Panafrikanisches Parlament, Aus einer Resolution vom 24. Oktober 2007, in der das Panafrikanische Parlament eine Parlamentarische Versammlung bei den Vereinten Nationen unterstützt
Wir müssen die Demokratisierung der Globalisierung voranbringen, bevor die Globalisierung die Grundlagen nationaler und internationaler Demokratie zerstört. Die Etablierung einer Parlamentarischen Versammlung bei den Vereinten Nationen ist ein unverzichtbarer Schritt geworden, um eine demokratische Kontrolle der Globalisierung zu erreichen.
Boutros Boutros-Ghali, ehemaliger UN-Generalsekretär aus Ägypten, 2007
Die Welt kämpft mit vielen Problemen und wir haben noch keine geeignete Lösung gefunden. Damit es eine global organisierte Welt geben kann, brauchen wir auch globale Strukturen. Wir brauchen ein globales Parlament.
Lech Wałęsa, Nobelpreisträger, Mitbegründer von Solidarność und Präsident Polens von 1990-95, 2004
Parlamentarische Kontrolle des multilateralen Systems auf globaler Ebene sollte schrittweise erweitert werden. Wir schlagen die Schaffung einer parlamentarischen Gruppe vor, die sich mit der Kohärenz und Konsistenz globaler Wirtschafts-, Sozial- und Umweltpolitik beschäftigt und die eine integrierte Kontrolle der wichtigsten internationalen Organisationen entwickeln sollte.
Tarjo Halonen, Aus dem Bericht der Weltkommission für die soziale Dimension der Globalisierung, unter dem Ko-Vorsitz von Tarjo Halonen, Präsidentin von Finnland (im Bild), und Benjamin Mkapa, Präsident von Tansania, 2004
Für die Zukunft sehe ich ein Weltparlament, in dem jeder Mensch durch freie Wahlen repräsentiert wird. Das wird eine Kultur des Friedens begünstigen, in der Krieg undenkbar wird. Es wird außerdem das Bewusstsein für die spirituelle Dimension der menschlichen Existenz fördern.
Frank K. Kelly, Autor und Friedensaktivist, Gründer der Nuclear Age Peace Foundation, Redenschreiber für Präsidentschaftswahlkämpfe in den USA, 2002
Macht existiert auf internationaler Ebene, ob es uns gefällt oder nicht. Bei einem Parlament für den ganzen Planeten geht es nicht um die Frage, ob den Nationalstaaten oder ihren Bürgern weitere Souveränität weggenommen wird, sondern es geht um die Demokratisierung jener Kräfte, die bereits jetzt supranationale Macht ausüben.
George Monbiot, englischer Schriftsteller, Kolumnist und politischer Aktivist, 2002
Da mehr und mehr Themen globale Lösungen verlangen müssen wir die Institutionen für globale Entscheidungsfindung stärken und sie gegenüber den Menschen, die sie betreffen, verantwortlicher machen. Dieser Gedankengang führt in die Richtung einer Weltgemeinschaft, die über eine eigene direkt gewählte Legislative verfügt.
Peter Singer, Professor für Bioethik an der Princeton University, USA, 2002
Die Vereinten Nationen werden wahrscheinlich auf zwei Säulen ruhen müssen: Eine bestehend aus einer Versammlung gleichberechtigter Vertreter der Exekutiven der einzelnen Länder, vergleichbar des heutigen Plenums, und die andere bestehend aus einer Gruppe, die von der Weltbevölkerung direkt gewählt wird und in der die Anzahl der Delegierten ungefähr mit der Größe der jeweiligen Länder korrespondieren würde.
Václav Havel, Präsident der Tschechischen Republik (1993-2003), 2000
Die Welt muss ein effektives Weltparlament einrichten, das die Menschen repräsentiert und nicht ihre Regierungen, sowie entsprechende, auf der Bevölkerungszahl basierende Wahlen verwirklichen. Dieses neue Weltparlament würde auf demokratische Weise gesetzgeberisch tätig. Eine aus zwei Kammern bestehende Legislative ist vielleicht am ehesten machbar, bestehend aus einem Parlament der Völker und einer Versammlung der Nationen.
Paul Kurtz, Aus dem "Humanistischen Manifest 2000: Aufruf für einen neuen planetaren Humanismus", verfasst von Paul Kurtz, Professor für Philosophie, unterzeichnet von 130 Persönlichkeiten aus über 30 Ländern, darunter zehn Nobelpreisträger, 1999
Es ist nicht nachvollziehbar, dass weltpolitische Angelegenheiten das Monopol der nationalen Regierungen bleiben sollen. Dieser zentrale Schwachpunkt der Demokratie und Überrest der Vergangenheit muss behoben werden. Als Anfang sollte eine beratende UN-Parlamentarierversammlung geschaffen werden.
Robert Muller, Mitbegründer der Friedensuniversität in Costa Rica, langjähriger UN-Beamter, u.a. als Untergeneralsekretär, 1995