Mit Herausforderungen wie der Globalisierung der Ökonomie und der Finanzen, wachsender Ungleichheit oder asymmetrischer Bedrohungen der internationalen Sicherheit konfrontiert, sind die Antworten von Nationalstaaten oft nicht mehr ausreichend. Es besteht eine wachsende Dringlichkeit, dass politische Institutionen und Instrumente der Partizipation und Demokratie ebenfalls den Prozess der Globalisierung durchschreiten. Deshalb unterstütze ich die Errichtung einer Parlamentarischen Versammlung bei den Vereinten Nationen.
Federica Mogherini, ehemalige Parlamentarierin und Außenministerin in Italien, seit 2014 Hohe Vertreter der Europäischen Union für Außen- und Sicherheitspolitik, Vice-Präsidentin der Europäischen Kommission, 2013
Ein globales parlamentarisches Organ, von den Bürgern gewählt und diesen verpflichtet, würde Verständnis und Solidarität über nationale Grenzen hinaus in einer beispiellosen Art und Weise fördern und zur Entstehung einer echten weltweiten demokratischen Gemeinschaft beitragen. Als erster Schritt sollte eine parlamentarische Versammlung bei den Vereinten Nationen errichtet werden.
Kansei Nakano, Ehemaliger stellvertretender Sprecher des Japanischen Abgeordnetenhauses, 2013
Aufbauend auf seiner langen demokratischen Tradition sowie dem seit langem bestehenden Engagement in den Vereinten Nationen muss Senegal ein Vorkämpfer der Initiative für die Errichtung eines Parlaments bei den Vereinten Nationen sein. Die UN braucht ein Organ mit universell gewählten Vertretern, um demokratischer und transparenter zu werden sowie Legitimität zu gewinnen.
Aimé Assine, Vizepräsident der Nationalversammlung Senegals, 2013
Das Fehlen eines UN-Parlaments hinterlässt eine große Lücke in der demokratischen Architektur der Global Governance, die so schnell wie möglich geschlossen werden muss. Regierungsvertreter allein repräsentieren die Menschen nicht in ausreichendem Maß.
Alban Bagbin, Mitglied des Parlaments und Kabinettsminister im Büro des Präsidenten von Ghana, verantwortlich für Prioritätsprojekte, 2013
Wir müssen im Namen der Bürger darauf bestehen, dass internationale Organisationen anstelle von nebulöser Geheimdiplomatie öffentlicher Kontrolle unterliegen. Ich unterstütze die Einrichtung einer Parlamentarischen Versammlung innerhalb des Systems der Vereinten Nationen, um Möglichkeiten für stärkere Partizipation der Öffentlichkeit in den Aktivität der UNO zu schaffen.
Elmar Brok, Vorsitzender des Ausschusses für Auswärtige Angelegenheiten des Europäischen Parlaments, 2013
Eine Parlamentarische Versammlung bei den Vereinten Nationen sollte innovativ ausgestaltet werden und nicht bloß eine Kopie existierender Parlamente auf der globalen Ebene sein. Ich stelle mir die Versammlung als ein kosmopolitisches Gremium vor, das alle Themen behandelt, welche die Menschheit betreffen. Neben den gewählten Abgeordneten als wesentlichen Mitgliedern könnte sie auch andere internationale parlamentarische Netzwerke, Kommunen, die Zivilgesellschaft sowie Vertreter indigener Völker und Nationen einbeziehen.
Andreas Bummel, Mitgründer und Koordinator der Kampagne für ein Parlament bei der UNO, 2013
Weil das Parlament die demokratische Institution par excellence und der Ursprung jeder echten Demokratie ist, muss eine demokratische Weltordnung, die diese Namen verdient, auf einem globalen Parlament aufbauen, das die Menschheit als Ganzes repräsentiert.
Rafael Domingo Oslé, Professor für Rechtswissenschaften an der Emory University, Atlanta, und ehemaliger Dekan der Universität von Navarra School of Law in Spanien, 2013
Unsere globale Gesellschaft benötigt eine reformierte UN: eine demokratisch strukturierte Organisation, die globale Beschlüsse fassen kann und unsere heutige Welt besser abbildet. Deshalb unterstütze ich die Einrichtung einer Parlamentarischen Versammlung bei den Vereinten Nationen.
Lars Engqvist, Ehemaliger Gesundheits- und Sozialminister und ehemaliger stellvertretender Ministerpräsident von Schweden, 2013
Die Vereinten Nationen könnten in ihrer Förderung der parlamentarischen Demokratie in der Welt wesentlich authentischer und glaubwürdiger werden, wenn sie selbst unter parlamentarischer Kontrolle stehen würden, die durch eine Parlamentarische Versammlung bei den Vereinten Nationen ausgeübt wird.
Mátyás Eörsi, Generalsekretär des Parlamentarischen Forums für Demokratie, 2013
Unsere Welt sieht sich mit einer Umweltkatastrophe und weiteren Herausforderungen konfrontiert, die systematisch und global sind. Die Antwort muss daher ebenfalls systematisch und global ausfallen. Deshalb benötigen wir echte globale Institutionen wie eine Parlamentarische Versammlung bei den Vereinten Nationen.
Sándor Fülöp, Ehemaliger Parlamentarischer Kommissar für zukünftige Generationen, Ungarn, 2013
Wir in Indien sollten die Schaffung einer globalen parlamentarischen Versammlung bei den Vereinten Nationen unterstützen. Natürlich müssen viele Details noch untersucht werden. Trotzdem könnte die indische Regierung in der UN-Generalversammlung zum Ausdruck bringen, dass sie den Vorschlag im Prinzip unterstützt.
Shashi Tharoor, Parlamentsmitglied aus Indien, ehemaliger UN-Untergeneralsekretär für Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit, 2012